Das Ratendarlehen
Kategorie: Wirtschaft
Definition
Ein Ratendarlehen ist ein Kredit, bei dem die Tilgung jedes Jahr gleich hoch bleibt. Da die Restschuld mit jeder Zahlung sinkt, werden auch die Zinsen von Jahr zu Jahr geringer.
Merkmale
• Gleichbleibende Tilgung
• Sinkende Restschuld
• Sinkende Zinsen
• Sinkende Kreditrate
Wichtige Formeln
Zinsen = Schulden × Zinssatz
Tilgung pro Jahr = Schulden / Laufzeit
Annuität bzw. Kreditrate = Zinsen + Tilgung
Schuld am Ende = Schuld am Anfang - Tilgung
Beispiel
Gegeben:
Kreditsumme: 210.000 €
Zinssatz: 7 %
Laufzeit: 3 Jahre
Tilgung pro Jahr:
210.000 € / 3 = 70.000 €
Jahr 1
Schuld am Anfang: 210.000 €
Zinsen: 14.700 €
Tilgung: 70.000 €
Kreditrate: 84.700 €
Schuld am Ende: 140.000 €
Jahr 2
Schuld am Anfang: 140.000 €
Zinsen: 9.800 €
Tilgung: 70.000 €
Kreditrate: 79.800 €
Schuld am Ende: 70.000 €
Jahr 3
Schuld am Anfang: 70.000 €
Zinsen: 4.900 €
Tilgung: 70.000 €
Kreditrate: 74.900 €
Schuld am Ende: 0 €
Gesamtergebnis
Gesamtzinsen: 29.400 €
Gesamttilgung: 210.000 €
Gesamtzahlung: 239.400 €
Typische Prüfungsfrage
Warum sinkt die Kreditrate bei einem Ratendarlehen?
Antwort:
Die Tilgung bleibt gleich. Da die Restschuld jedes Jahr kleiner wird, sinken die Zinsen. Dadurch wird auch die gesamte Kreditrate jedes Jahr geringer.
Merksatz
Beim Ratendarlehen bleibt die Tilgung konstant. Die Zinsen sinken mit der Restschuld, deshalb sinkt auch die Kreditrate von Jahr zu Jahr.