Fileserver
Kategorie: Systemintegration
Definition
Ein Fileserver ist ein Server, der Dateien zentral speichert und Benutzern über ein Netzwerk zur Verfügung stellt.
Aufgaben
• Zentrale Datenspeicherung
• Bereitstellung von Dateien
• Benutzer- und Rechteverwaltung
• Datensicherung
• Gemeinsame Nutzung von Dokumenten
Funktionsweise
Dateien werden auf dem Server gespeichert. Benutzer greifen über Netzwerkfreigaben auf die Daten zu. Die Zugriffsrechte werden zentral verwaltet.
Freigaben
Freigaben ermöglichen den Zugriff auf Ordner und Dateien über das Netzwerk.
Beispiele:
\\fileserver\Vertrieb
\\fileserver\Projekte
Zugriffsrechte
Der Zugriff wird über Benutzerkonten und Gruppen gesteuert.
Typische Rechte:
• Lesen
• Schreiben
• Ändern
• Vollzugriff
NTFS-Rechte
NTFS-Rechte regeln den Zugriff auf Dateien und Ordner auf Dateisystemebene.
Sie gelten unabhängig vom Netzwerkzugriff.
Freigaberechte
Freigaberechte gelten ausschließlich für den Zugriff über das Netzwerk.
Vorteile
✓ Zentrale Datenhaltung
✓ Einfache Datensicherung
✓ Einheitliche Rechteverwaltung
✓ Gemeinsame Nutzung von Dateien
✓ Hohe Verfügbarkeit
Nachteile
✗ Abhängigkeit vom Netzwerk
✗ Ausfall des Servers betrifft viele Benutzer
✗ Höherer Administrationsaufwand
SMB und CIFS
Windows-Dateifreigaben verwenden in der Regel SMB (Server Message Block).
CIFS ist eine ältere Weiterentwicklung von SMB.
NFS
NFS (Network File System) wird häufig in Linux- und Unix-Umgebungen für Netzwerkfreigaben verwendet.
Sicherheit
• Rechte nach dem Minimalprinzip vergeben
• Regelmäßige Backups erstellen
• Zugriffe protokollieren
• Freigaben regelmäßig überprüfen
Typische Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Freigaberechten und NTFS-Rechten?
Freigaberechte gelten nur über das Netzwerk, NTFS-Rechte gelten immer.
Merksatz
Ein Fileserver speichert Dateien zentral und stellt sie Benutzern über Netzwerkfreigaben zur Verfügung.