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Datenbanksysteme

Kategorie: Systemintegration

Definition

Ein Datenbanksystem (DBS) dient der strukturierten Speicherung, Verwaltung und Verarbeitung von Daten. Ein Datenbanksystem besteht aus: • Datenbank (DB) • Datenbankmanagementsystem (DBMS)

Aufbau eines Datenbanksystems

Datenbank (DB): Speichert die eigentlichen Daten dauerhaft. Beispiele: • Kundendaten • Artikeldaten • Bestellungen • Mitarbeiterdaten Datenbankmanagementsystem (DBMS): Verwaltet die Datenbank und ermöglicht den Zugriff auf die gespeicherten Daten.

Aufgaben eines DBMS

• Daten speichern • Daten ändern • Daten löschen • Daten suchen • Benutzerrechte verwalten • Datensicherheit gewährleisten

Bekannte Datenbankmanagementsysteme

• MySQL • MariaDB • PostgreSQL • Oracle Database • Microsoft SQL Server • SQLite

Vorteile von Datenbanksystemen

✓ Zentrale Datenhaltung ✓ Vermeidung redundanter Daten ✓ Schneller Datenzugriff ✓ Mehrbenutzerbetrieb ✓ Datensicherheit ✓ Datenintegrität ✓ Einfache Datensicherung

Nachteile von Datenbanksystemen

✗ Anschaffungs- und Wartungskosten ✗ Komplexe Administration ✗ Schulungsaufwand ✗ Systemausfälle betreffen viele Nutzer

Relationale Datenbanken

Relationale Datenbanken speichern Daten in Tabellen. Beispiel: Tabelle Kunde Kundennr. | Name | Ort 1001 | Müller | Karlsruhe 1002 | Schmidt | Mannheim Tabelle Bestellung Bestellnr. | Kundennr. | Betrag 5001 | 1001 | 200 € 5002 | 1002 | 150 €

Primärschlüssel (Primary Key)

Ein Primärschlüssel identifiziert jeden Datensatz eindeutig. Eigenschaften: • eindeutig • darf nicht NULL sein • kommt nur einmal vor Beispiel: Kundennr. = Primärschlüssel

Fremdschlüssel (Foreign Key)

Ein Fremdschlüssel stellt die Verbindung zwischen Tabellen her. Beispiel: Die Kundennr. in der Bestelltabelle verweist auf die Kundentabelle.

Beziehungen zwischen Tabellen

1:1-Beziehung Beispiel: Mitarbeiter ↔ Dienstwagen 1:n-Beziehung Beispiel: Kunde ↔ Bestellung n:m-Beziehung Beispiel: Schüler ↔ Kurs Für n:m-Beziehungen wird eine Zwischentabelle benötigt.

SQL - Structured Query Language

SQL ist die Standardsprache für relationale Datenbanken.

SQL-Befehle

SELECT SELECT * FROM Kunde; WHERE SELECT * FROM Kunde WHERE Ort = 'Karlsruhe'; INSERT INSERT INTO Kunde (Name, Ort) VALUES ('Müller', 'Karlsruhe'); UPDATE UPDATE Kunde SET Ort = 'Berlin' WHERE Kundennr = 1001; DELETE DELETE FROM Kunde WHERE Kundennr = 1001;

Datenintegrität

Datenintegrität bedeutet, dass Daten korrekt, vollständig und konsistent bleiben. Beispiele: • Keine doppelten Primärschlüssel • Keine ungültigen Fremdschlüssel • Pflichtfelder dürfen nicht leer sein

Normalisierung

Die Normalisierung dient dazu: • Redundanzen zu vermeiden • Speicherplatz zu sparen • Datenkonsistenz zu verbessern

1. Normalform (1NF)

Jede Tabellenzelle enthält genau einen Wert. Mehrfachwerte innerhalb einer Zelle sind nicht erlaubt.

2. Normalform (2NF)

• 1NF erfüllt • Alle Attribute hängen vollständig vom Primärschlüssel ab

3. Normalform (3NF)

• 2NF erfüllt • Keine indirekten Abhängigkeiten zwischen Nichtschlüsselattributen

ACID-Eigenschaften

A = Atomicity (Atomarität) Alles oder nichts. C = Consistency (Konsistenz) Daten bleiben gültig. I = Isolation Transaktionen beeinflussen sich nicht gegenseitig. D = Durability (Dauerhaftigkeit) Gespeicherte Daten bleiben dauerhaft erhalten.

Typische Prüfungsfrage

Frage: Was ist ein Datenbanksystem? Antwort: Ein Datenbanksystem besteht aus einer Datenbank und einem Datenbankmanagementsystem (DBMS). Es dient der strukturierten Speicherung, Verwaltung und Verarbeitung von Daten.

Merksätze für die Prüfung

Datenbanksystem = Datenbank + DBMS Primärschlüssel identifiziert Datensätze eindeutig. Fremdschlüssel verknüpft Tabellen. 1:1 = Mitarbeiter ↔ Dienstwagen 1:n = Kunde ↔ Bestellung n:m = Schüler ↔ Kurs (Zwischentabelle) ACID: A = Atomicity C = Consistency I = Isolation D = Durability Wichtige SQL-Befehle: SELECT INSERT UPDATE DELETE