Risikoanalyse

Kategorie: Projektmanagement

Definition

Die Risikoanalyse ist ein Verfahren zur Identifikation, Bewertung und Einschätzung möglicher Risiken innerhalb eines Projekts oder Unternehmens. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu planen.

Bestandteile eines Risikos

Ein Risiko wird grundsätzlich anhand von zwei Faktoren bewertet: • Eintrittswahrscheinlichkeit • Tragweite (Schadensausmaß)

Eintrittswahrscheinlichkeit

Die Eintrittswahrscheinlichkeit beschreibt, wie wahrscheinlich das Auftreten eines Risikos ist. Beispiele: • Niedrig • Mittel • Hoch oder als Prozentwert (z. B. 20 %, 50 %, 80 %).

Tragweite

Die Tragweite beschreibt die Auswirkungen bzw. die Höhe des Schadens, falls das Risiko tatsächlich eintritt. Beispiele: • Geringer Schaden • Mittlerer Schaden • Hoher Schaden

Risikobewertung

Je höher die Eintrittswahrscheinlichkeit und je größer die Tragweite, desto kritischer ist ein Risiko. Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit und hohem Schaden müssen bevorzugt behandelt werden.

Beispiel

Risiko: Ausfall eines zentralen Servers Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel Tragweite: Sehr hoch Bewertung: Kritisches Risiko – Gegenmaßnahmen erforderlich.

Typische Gegenmaßnahmen

• Backup-Systeme einsetzen • Redundante Hardware verwenden • Regelmäßige Wartung durchführen • Notfallpläne erstellen

Typische Prüfungsfrage

Frage: Welche beiden Faktoren werden bei einer Risikoanalyse betrachtet? Antwort: Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite (Schadensausmaß).

Merksatz für die Prüfung

Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit × Tragweite. Je höher die Wahrscheinlichkeit und je größer der Schaden, desto kritischer ist das Risiko.