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Cyberbedrohungen

Kategorie: Datenschutz

Definition

Cyberbedrohungen sind Gefahren für IT-Systeme, Netzwerke und Daten. Sie können zu Datenverlust, Systemausfällen, finanziellen Schäden oder dem Diebstahl vertraulicher Informationen führen.

Social Engineering

Beim Social Engineering wird die größte Schwachstelle eines IT-Systems ausgenutzt: der Mensch. Angreifer versuchen, durch Manipulation, Täuschung oder Vertrauensaufbau an vertrauliche Informationen zu gelangen oder bestimmte Handlungen auszulösen.

Typische Methoden des Social Engineering

• Phishing-E-Mails • Gefälschte Webseiten • Telefonanrufe (Vishing) • SMS-Nachrichten (Smishing) • Identitätsdiebstahl • Vortäuschen einer vertrauenswürdigen Person • USB-Sticks mit Schadsoftware

Beispiel Social Engineering

Ein Angreifer versendet eine E-Mail, die scheinbar von der IT-Abteilung stammt. Der Benutzer wird aufgefordert, sein Passwort auf einer gefälschten Webseite einzugeben. Die Zugangsdaten werden anschließend vom Angreifer missbraucht.

Schutzmaßnahmen gegen Social Engineering

✓ Mitarbeiterschulungen ✓ Misstrauen gegenüber unbekannten Absendern ✓ Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) ✓ Überprüfung von Links und Anhängen ✓ Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen

Funktionsweise eines Antivirenprogramms

Antivirenprogramme durchsuchen Dateien, Programme und Prozesse nach bekannten Schadsoftware-Mustern. Diese Muster werden als Virensignaturen bezeichnet.

Virensignaturen

Eine Virensignatur ist ein charakteristisches Merkmal einer bekannten Schadsoftware. Wird eine passende Signatur gefunden, erkennt das Antivirenprogramm die Datei als potenziell schädlich.

Ablauf einer Virenerkennung

1. Datei wird überprüft 2. Vergleich mit bekannter Virensignatur 3. Schadcode wird erkannt 4. Datei wird isoliert (Quarantäne) 5. Benutzer wird informiert

Grenzen von Antivirenprogrammen

Antivirenprogramme bieten keinen vollständigen Schutz. Neue Schadsoftware besitzt häufig noch keine bekannte Signatur. Außerdem benötigen Virenscanner weitreichende Systemrechte, um Dateien und Prozesse überwachen zu können.

Risiken von Antivirenprogrammen

Da Antivirenprogramme sehr hohe Rechte im Betriebssystem besitzen, können sie selbst ein Sicherheitsrisiko darstellen. Gelingt es einem Angreifer, den Virenscanner zu kompromittieren, erhält er möglicherweise umfangreiche Kontrolle über das gesamte System.

Typische Prüfungsfrage

Frage: Warum bieten Antivirenprogramme keinen vollständigen Schutz? Antwort: Antivirenprogramme erkennen hauptsächlich bekannte Schadsoftware anhand von Virensignaturen. Neue oder unbekannte Schadprogramme können daher unentdeckt bleiben.

Merksatz für die Prüfung

Die größte Schwachstelle der IT-Sicherheit ist häufig der Mensch. Social Engineering nutzt menschliche Verhaltensweisen aus. Antivirenprogramme erhöhen die Sicherheit, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz vor Cyberangriffen.